Huflattich
Huflattich lindert den Hustenreiz, wirkt schleimverflüssigend und fördert das Abhusten
TUSSILAGO FARFARA
TUSSIS = lat. Husten ago = vertreiben
Korbblütler : ASTERACEAE (COMPOSITAE)
Unterfamilie : ASTEROIDAE
Volksnamen:
Brustlattich, Brandlattich, Papenmütz, Ohmblätter,
Chappeler, Eselschrut, Fohlenfuß, Hitzeblätter, Lehmblümel,
Märzblume, Sandblume, Männerblume,
Tabakkraut, Zytröseli
englischer Name: coltsfoot
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter = FARFARAE FOLIA
Blüten = FARFARAE FLOS
Wurzel = FARFARAE RADIX
Botanik
Der Huflattich gehört zu den ersten Frühjahrsblumen, dessen Blühtriebe schon im Herbst angelegt werden und vor der Entwicklung der Laubblätter im Februar bis März erscheinen.
Im Februar bis April erscheinen zunächst nur die gelben korbförmigen Blütenstände. Sie setzen sich aus ca. 300 weiblichen Zungenblüten und 30-40 männlichen Röhrenblüten zusammen. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter.
Die Blätter wirken leicht adstringierend und duften schwach. Die Blüten riechen leicht honigartig und schmecken etwas süß.
Verbreitung:
In Europa, Afrika, West- und Ost-Asien
In Nordamerika eingebürgert
An Acker- und Wegränden, auf lehmig-tonigem Boden. Ödland, in der Nähe von Ziegeleien:Trocken-warme Standorte auf durchlässigen Böden; Dämme, Steinbrüche, unbefestigte Wege. Anzeiger für kalkhaltige, säurearme Böden. Eine Pionierpflanze
Inhaltsstoffe
Blätter
Ätherische Öle
Bitterstoffe
Cumarine Aesculetin
Flavonoide
Gerbstoffe
Mineralien Kalium
Schwefel
Kalzium
Phosphor
Magnesium
Eisen
Kieselsäure
Zink (Gehalt abhängig vom Bodengehalt)
Natriumnitrat
Polysaccharide Inulin
Saure Schleimpolysaccharide
Arabinose
Galacrose
Glucose
Uronsäuren
Xylose
Rhamnose
Fucose
Pyrollizidinalkaloide Senecionin
Senkirkin bis zu 0,01%
Tussilagin
Säuren, organische Gallussäure
Weinsäure
Apfelsäure
Schleimstoffe
Sterole Campesterol
Sitosterol
Terpene Tussilagon
Triterpene α-Amyrin
Β- Amyrin
Blüten
Ätherische Öle
Flavonoide Kämpferol
Quercetin
Polysaccharide Saure Schleimpolysaccharide
Arabinose
Galacrose
Glucose
Uronsäuren
Xylose
P-hydroxybenzoesäure
Pyrrolizidinalalkaloide
Säuren Ferulasäure
Kaffeesäure
Sterole β- Sitosterol
Taraxasterol
Terpene Tussilagon
Notonipetranon
Β-Amyrin
Triterpene Arnidiol
Faradiol
Xanthophyllester
Wurzel
Bitterstoffe
Gerbstoffe
Lupeol
Inulin
Pyrrolizidinalalkaloide
Sterole β- Sitosterol
Triterpene α-Amyrin
Β- Amyrin
Zinkcarbonat
Wirkungen
Allgemein:
- Entzündungshemmend
- Tonisierend
Verdauungstrakt:
- Fördert den Gallefluss
- wirkt entkrampfend auf die Gallenwege
- wirkt entkrampfend auf Magen und Darm (z.B. bei Koliken)
Atemwege:
- lindert den Hustenreiz
- entschleimt und desinfiziert die Lunge
- fördert das Abhusten
- wirkt schleimverflüssigend
Haut:
- vermindert die Talgproduktion
- hautschützend
Anwendung
Als Tee, Brei, Wickel, Tabak oder ätherisches Öl
- alle chronischen Erkrankungen der Lunge
- Asthma bronchiale
- Reiz- und Kitzel-husten
- Reizerscheinungen in Mund und Rachen
- Schleimhautreizungen im GIT (Tee ungesüßt trinken)
- Bei chronischer Bronchitis,
- Staublunge
- Emphysem
- rheumatische Leiden, die durch schwere Erkältungen entstanden sind
- Skrofulose
- zur Verhinderung von Reizungen der Darmschleimhaut.
Der Blätterbrei äußerlich aufgelegt hilft bei
- Lungenleiden
- Gewebsquetschungen
- Gewebsschwächen
- Ekzemen
- Hautjucken
- Neuralgien
- Krampfadern
Nebenwirkungen:
Je nach Zuchtform und Standort enthält der Huflattich leberschädigende Prrolizinalalkaloide und sollte darum nicht länger als 4-6 Wochen im jahr angewandt werden.
Kontraindikationen:
Schwangerschaft und Stillzeit
Ernte und Aufbereitung
Die Blüten sammelt man bei schönem Wetter, wenn sie ganz entfaltet sind. Sie sollten schnell getrocknet werden. Aber vor allem die Blätter werden für arzneiliche Zwecke genutzt. Man sammelt sie in den Monaten Mai bis Juni, bevorzugt junge, meist handtellergroße Blätter und nimmt nur solche, die sauber und nicht von der Erde beschmutzt sind. Wegen des Schleimgehaltes ist Waschen unzweckmäßig. Blätter, die in der Sonne wachsen sind wirksamer als die Schattenblätter. Die gesammelten Blätter sollten zerschnitten werden, damit sie schneller trocknen.
Huflattichtee:
2 gehäufte TL auf 250ml infus
3mal tgl. 1 Tasse
mit Honig zu süßen