Atopische Dermatitis

„Die leitliniengerechten Maßnahmen zur Behandlung der Neurodermitis wirken symptomunterdrückend und sind mit möglichen stärkeren Nebenwirkungen verbunden. Die Naturheilkunde hat für die Neurodermitis auch keine pauschalen Heilungsmethoden parat, aber das Wissen um die Zusammenhänge im Organismus und die individuelle Herangehensweise kann nicht selten zu deutlichen und allgemeinen Besserungen beitragen.“

                                                                                                                                                                                     (Naturmed 3/2018)

Definition

Die Neurodermitis (synonym: atopische Dermatitis ) gehört zum atopischen Formenkreis und beschreibt die Ausprägung dieser genetischen Veranlagung an der Haut. Sie äußert sich meist durch juckende, oberflächliche Entzündungen der Haut, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Zu den häufigsten Triggern gehören Allergene, Stress und klimatische Veränderungen wie z.B. trockene Heizungsluft und stickige Kleidung im Winter.

Symptome

Neurodermitis äußert sich klassischerweise durch trockene, gerötete Haut und Juckreiz. Häufig betroffene Stellen sind Kniebeugen, Ellenbeugen und Handgelenke (v.a. palmarseitig). Aber grundssätzlich können alle Hautpartien von Neurodermitis betroffen sein.

 

Ursachen

Die Chinesische Medizin unterscheidet bei atopischer Dermatitis vor allem zwei zugrunde liegende Muster;

Erstens die Wind-Hitze in der Lunge und

Zweitens die Feuchte-Hitze in der Lunge.

Diese beiden Typen lassen sich relativ leicht anhand der Symptomatik unterscheiden: Während die Hautsymptome beim Wind-Hitze-Typ vor allem trocken sind, treten beim Feuchte-Hitze-Typ auch nässende Ekzeme auf. Natürlich können auch Mischformen oder andere, seltenere Typen auftreten.

 

Behandlung

Bei der Behandlung der atopischen Dermatitis steht an erster Stelle das identifizieren und meiden auslösender Faktoren. Häufig spielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine Rolle. Aber auch Hausstaubmilben, Wollkleidung, bestimmte Kosmetika und natürlich emotionale Stressoren gehören zu den häufigen Auslösern.

Eine gute Hautpflege ist bei Neurodermitis sehr wichtig. Welche Produkte dabei am besten vertragen werden ist individuell veschieden.

Um zugrunde liegende Muster zu behandeln (z.B. Hitze auszuleiten) ist die Akupunktur sehr hilfreich. Ebenfalls ist die Ernährungstherapie sehr hilfreich, selbst wenn keine spezifischen Nahrungsmittelreaktionen erkennbar sind. In manchen Fällen kommt auch die Phytotherapie zum Einsatz.