Nikotinentwöhnung

 

Die unterstützende Therapie lindert vor allem Entzugssymptome wie Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtszunahme oder kompensatorische „Fressattacken

Nikotin wird als abhängigkeitserzeugende Substanz im Tabak angesehen. Tatsächlich befinden sich in den meisten Tabak- und Zigarettensorten zahlreiche weitere suchterzeugende Substanzen. Nikotin ist ein Alkaloid und hat als solches vor allem Wirkungen auf unser Nervensystem.
Es stimuliert das ZNS, führt zu einer Steigerung der Herzfrequenz, einer Erhöhung des Blutdrucks und fördert die Motilität des Gastrointestinaltraktes.
Früher wurde Tabak zu medizinischen Zwecken eingesetzt; zur Beruhigung und als harntreibendes Mittel aber auch als Emetikum (Brechmittel).
Heute wird der Tabak vor allem wegen seiner gleichzeitig entspannenden und anregenden Wirkung geschätzt. Rauchen erhöht kurzfristig die Konzentrationsfähigkeit, fördert die Stresstoleranz und senkt das Hungergefühl.

Bei der Suchtentwöhnung werden neben der klassischen Akupunktur, bei der die Nadeln für 20-30 Minuten im Körper verweilen, häufig Dauernadeln nach dem NADA-Protokoll eingesetzt. Diesekönnen bis zu 5 Tage getragen werden und bei Bedarf stimuliert werden. Unterstützend können zusätzlich homöopathische Mittel gegeben werden.

Entzugsymptome wie Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtszunahme oder kompensatorische „Fressattacken“ werden durch diese Therapie gut aufgefangen.

Je nach Rauchgewohnheiten beginnt die Behandlung mit 1 bis 3 Sitzungen pro Woche. Sie wird dann in größer werdenden Zeitabständen fortgesetzt, bis kein Bedürfnis nach Nikotin mehr besteht. Meist dauert es 1-2 Monate bis der Nikotinverzicht dem Patienten leicht fällt.