Keratinozyten

Keratinozyten sind die Hauptzellart der  Epidermis. Sie produzieren das wasserabweisende Keratin (s.u.) und tragen so zum Schutz des Körpers durch die Haut bei. Keratinozyten können alle Enzyme synthetisieren, die für die Testosteronsynthese und DHT-Synthese nötig sind. Außerdem können sie Corticosteroide abbauen.

Keratinozyten enthalten verschiedene Proteine; Keratine bilden hierbei die wichtigste Proteingruppe, welche ca. 90% des zellulären Proteingehaltes von Keratinozyten ausmacht. Inzwischen sind mehr als 20 Keratine bekannt.
Keratine werden als Monomere  synthetisiert und bilden Heterodimere, die über Protofilamente und Protofibrillen zu hoch-polymeren Filamenten assemblieren.
Sie haben eine alpha-helicale coiled-coil-Struktur und können dadurch als Teil des Zytoskelettes die Zelle stabilisieren.
Keratine sind die typischen Intermediärfilamente von Epithelien. (Andere Gewebe haben andere Intermediärfilamente).
Die Synthese großer Keratine nimmt in Richtung stratum corneum zu.

Plectine sind Riesenproteine, welche die Keratinfilamente mit Membranproteinen (Desmosomen), Aktinfilamenten und Mikrotubuli verbinden.
Die Affinität wird über Phosphorylierung bzw. Dephosphorylierung gesteuert.
An den Hemidesmosomen bilden sie die Verbindung mit den Integrinen.

Integrine sind Transmembranstrukturen, die die Zellen mit der EZM verbinden. Intrazellulär binden sie an das Fibronectin oder Laminin der Basalmembran.
Sie spielen eine wichtige Rolle Leukozytenrolling.  Integrine sind glycosyliert.

Das Skin Calcium Binding Protein (SCaBP) wird vor allem im Stratum Basale synthetisiert. Es bindet freies Ca2+ und verhindert somit eine vorzeitige Differenzierung. Seine Expression wird über Vitamin D aktiviert.