Polyzystisches Ovarialsyndrom

Das PCO-Syndrom ist eine Stoffwechselstörung. die in Verbindung steht mit dem metabolischen Syndrom. Sie geht häufig mit multiplen Zysten in den Eierstöcken einher.
Das Syndrom kann diagnostiziert werden bei Zyklusstörungen, Androgenisierung und polyzystischen Ovarien, wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden konnten. Knapp die Hälfte der PCO-Patientinnen leiden an Adipositas, Insulinresistenz und Hypercholesterinämie.

Symptome:
– Oligo- und /oder Anovulation
– Virilisierung durch ovarielle Hyperandrogenämie:
mit Amenorrhoe, Oligomenorrhoe, Hirsutismus, Akne, Alopezie,
– Polyzystische Ovarien
– metabolisches Syndrom: Adipositas, Hyperglycämie, Hypertriglyceridämie, Hypercholesterinämie

Diagnostik:
Bei Vorliegen von mindestens 2 der 3 Symptome (Oligo- bzw. Anovulation, Virilisierung, Polyzystische Ovarien) und Ausschluss anderer Ursachen darf die Diagnose PCOS gestellt werden. Labordiagnostisch zeigt sich eine isolierte LH-Erhöhung  bei erniedrigten oder normalen FSH-Spiegeln.
In der Regel sind Testosteron und Östrogene erhöht während Progesteron und SHBG erniedrigt sind.

Epidemiologie:
4-12% der geschlechtsreifen Frauen sollen laut Schätzungen an einem PCOS leiden.

Pathophysiologie:
Eine Verschiebung der LH/FSH-Freisetzung zugunsten von LH führt zu einer gestörten Follikelreifung und in der Folge zur An- bzw. Oligoovulation.
Die Freisetzung der vermehrten Androgenvorstufen bewirkt eine Virilisierung aber auch reaktive Erhöhung der Östrogenproduktion.

Die klassische Therapie besteht in der Gabe von Antiandrogenen und Metformin. Bei Kinderwunsch wird eine Normalisierung der Ovarfunktion und eine Follikelstimulation (z.B. mit Clomifen) angestrebt.