Testosteron

Testosteron ist ein „männliches“ Sexualhormon und gehört zusammen mit Dihydrotestosteron zur Gruppe der Androgene.
Dihydrotestosteron (DHT) hat eine stärkere Wirkung als Testosteron, da es stärker an den Androgenrezeptor bindet.
Testosteron wird v.a. in den Leydigschen Zwischenzellen des Hodens aber auch in der Nebennierenrinde, den Eierstöcken und anderen Geweben synthetisiert. Die Gesamtmenge des synthetisierten Testosterons beträgt bei Männern durchschnittlich 7mg/Tag und bei Frauen ca. 0,7mg/Tag.
Testosteron ist ein Steroidhormon und sein Ausgangsstoff ist somit das Cholesterol.
Talgdrüsenzellen (Keratinozyten) exprimieren alle Enzyme und Faktoren zur Testosteronsynthese.
Die Aktivierung von Testosteron zu Dihydrotestosteron kann in fast allen Haut-Zellen stattfinden. Die Umwandlung von Testosteron zu Östrogen findet in den dermalen Fibroblasten statt.
Testosteron-Rezeptoren finden sich u.a. in epidermalen und follikulären Keratinozyten, in Talgdrüsenzellen, dermalen Fibroblasten, Schweißdrüsenzellen, Endothelzellen und dermalen Papillenzellen.
Androgene stimulieren die Proliferation von Talgzellen und dermalen Papillenzellen (Haarwurzel-Zellen). Eine sehr hohe Androgenkonzentration führt jedoch über den bcl-2-Weg zur Apoptose der dermalen Papillenzellen in der Kopfhaut (bei Alopezie).

Ähnliche Einträge