Ginkgo

Ginkgo verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und wirkt durchblutungsfördernd und gefässerweiternd

GINKGO BILOBA

Pflanzenfamilie: Ginkgogewächse : GINKGOCEAE

biloba = zweilappig

Volksnamen:

Silberpflaume, Fächerblattbaum, Beseeltes Ei, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Frauenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Großvater-Enkel-Baum, Japanbaum, Japanischer Nussbaum, Mädchenhaarbaum, Tausend Taler, Tempelbaum, Weiße Frucht

Englischer Name: Fossil tree, kew tree, maidenhair tree, temple tree

Verwendete Pflanzenteile:

Ginkgoblätter = FOLIA GINKGO

Ginkgosamen = SEMEN GINKGO

Inhaltsstoffe

0,5-2 % Flavonolglykoside

  1. a. Kämpferol, Quercetin- und Isorhamnetinderivate

0,4-2 % Biflavone

  1. a. Amentoflavon, Bilobetin, Ginkgetin, Isoginkgetin, Sciadopitysin,

4-12 % Proanthocyanidine

Ginkgolide Sowohl der Abwehrmechanismus und die medizinischen Eigenschaften des Ginkgos als auch seine hohe Lebenserwartung sind auf die Ginkgoliden zurückzuführen. Das Ginkgoloid B ist besonders wirksam gegen Blutgerinnung. Aufgrund Ihrer Komplexität ist es noch nicht gelungen ist, diese Stoffe in vollem Umfang synthetisch herzustellen.
Ginkgolsäure

Polyprenole

Methylmyricetin

Syringetin

 

Wirkungen

–     verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und v.a. die Mikrozirkulation

–     hemmt den Platelet Activating Factor (PAF) und die Acetylcholinesterase

–     hemmt die altersbedingte Reduktion von Botenstoffen im Gehirn

–     durchblutungsfördernd

–     gefässerweiternd

–     antioxidativ

–     vermindert Schädigungen und fördert die Regeneration in Gehirn und Rückenmark (neuroprotektiv)

–     antiasthmatisch

–     antiseptisch

 

Nebenwirkungen

Der Saft der Sarcotesta (Haut der Ginkgosamen) kann zu Hautreizungen und Allergien führen.

Das  Innere des Samens kann Lebensmittelvergiftung hervorrufen die von MPN (4-methoxypyridoxine) verursacht werden, besonders bei Kindern mit Vitamin B6-Mangel, wenn es über einen längeren Zeitraum oder in großen Mengen konsumiert wird  (über 5 Samen/Tag).

 

Anwendung

Blätter:

Die Anwendung der Ginkgoblätter sollte in der Regel über einen längeren Zeitraum von mindestens 3 Monaten erfolgen. Zu den Anwendungsgebieten gehören:

–     Vorbeugung von Schlaganfällen

–     Arteriosklerose-Prophylaxe bei Rauchern

–     Fettstoffwechselschwächen oder Dauerstress

–     als Tonicum für Menschen nach dem 60. Lebensjahr

–     essentielle Thrombozythämie

–     Hirnleistungs- und Hirndurchblutungsstörungen (zerebrale Hypoxie)

–     Demenzformen

–     depressive Verstimmungen

–     Konzentrations- und Gedächtnisschwäche

–     Lernschwierigkeiten

–     gefäßbedingter Schwindel und Kopfschmerzen

–     Tinnitus sowie Minderung der Hörleistung

–     Reduziert Netzhautödeme, verhindert die Zerstörung der Zellen der Netzhaut

–     begleitende Behandlung eines Glaukoms

–     periphere arterielle Durchblutungsstörungen v.a. in den Beinen, claudicatio intermittens

–     äußerlich soll Ginkgo der Faltenbildung entgegen wirken und die Haut straffen,  die Haarstruktur verbessern und die Durchblutung der Kopfhaut fördern

–     Hautgeschwüre aufgrund von mangelnder Durchblutung,

–     Dekubitus, Wundliegen

–     Diabetes

 

Chinesische Medizin

 

In der Chinesischen Medizin wird der Ginkgo vor allem den Funktionskreisen Herz und Lunge zugeordnet. Hier wird er eingesetzt um den geistigen Aspekt des Herzens (Shen) zu ermuntern und um das Nieren-Yang zu stärken z.B. bei Erschöpfung oder Ängsten.

Das zu Puder zermahlene Blatt wird bei Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen inhaliert.
Gekochte Blätter werden auch zur Behandlung von Frostbeulen aufgelegt.

Die Samen werden In China häufiger gebraucht als die Blätter. Zum Beispiel bei  Asthma, Husten, instabiler Spermienproduktion, als Verdauungshilfe und um die Effekte von Alkoholkonsum zu unterdrücken.