Löwenzahn

Der Löwenzahn wirkt Qi-Stagnationen und aufsteigendem Leber-Yang entgegen. In niedrigen Dosen tonisiert er das Milz-Qi.

Text

TARAXACUM OFFICINALE – Löwenzahn
Pflanzenfamilie: Korbblütler = ASTERACEAE
griechisch taraxis = Augenentzündung, akeomai = ich heile

Volksnamen:

Ackerzichorie, Butterblume, Bettnässer, Hundeblume, Kettenblume, Kuhblume, Maiblume, Mühlenbuschen, Pfaffendistel, Pfaffenöhrlein, Pferdeblume, Pusteblume, Ringelblume, Wiesenlattich
englischer Name: dandelion
französischer Name: pissenlit
chinesischer Name: pugongying

Verwendete Pflanzenteile:

Löwenzahnkraut = TARAXACI HERBA
Löwenzahnwurzel = TARAXACI RADIX


Inhaltsstoffe

Bitterstoffe:
– Taraxacin = Lactucopicrin
– Eudesmolide
– Sesquiterpene = Germacronolide
Triterpene
Phytosterole
Flavonoide
Phenylcarbonsäuren

Wirkungen:
– Unterstützung des Galleflusses
– entwässernd
– appetitanregend
– Steigerung der Magensaftsekretion
– entzündungshemmend
– Hitze kühlend
– antitoxisch
– entkrampfend
– stoffwechselanregend

Nebenwirkungen:
Übersäuerungsbeschwerden des Magens sind möglich

Anwendungsgebiete:

– Störungen des Galleflusses
– Appetitlosigkeit
Verdauungsstörungen
– Völlegefühl, Blähungen
– dyspeptische Störungen
– Blutreinigung
– Sebostase

Kontraindikationen:
Verschluss der Gallenwege
Gallenblasenempyem
Ileus

Löwenzahn in der Chinesischen Medizin

Der Löwenzahn wirkt speziell auf Magen und Leber. Er kann eingesetzt werden, um toxische Hitze aus dem Bereich der Leber auszuleiten und toxische Hitze zu kühlen. Er wirkt Qi-Stagnationen und aufsteigendem Leber-Yang entgegen.
In niedrigen Dosen tonisiert er das Milz-Qi.